Worüber wir sprechen, wenn wir über GP2 sprechen: Bericht von unserer Jahrestagung
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Worüber wir sprechen, wenn wir über GP2 sprechen: Bericht von unserer Jahrestagung

Um Maggie Kuhl | |
Author(s)
  • Working Group Participant

    Maggie Kuhl

    The Michael J. Fox Foundation | USA

    Maggie is Vice President of Research Communications at The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research. Before joining the Foundation in 2013, she worked in communications at the National Human Genome Research Institute, part of the National Institutes of Health (NIH), and at the NIH Clinical Center.

Mehr als 170 Führungspersönlichkeiten, Partner und Trainees aus 49 Ländern trafen sich Mitte September in Madrid, Spanien, zum Jahrestreffen des Global Parkinson’s Genetics Program (GP2). Zwei Tage lang befassten sich die Teilnehmenden mit den Fortschritten in den Schwerpunktbereichen des Programms sowie mit der künftigen Ausrichtung und den bestehenden Bedürfnissen, wobei die Kernpunkte des Programms, d.h. Zusammenarbeit und offener Austausch von Daten, Methoden und Ergebnissen, im Vordergrund standen.

„Wir wussten bereits, dass die GP2-Gemeinschaft eine unglaublich passionierte und energiegeladene Gruppe ist“, berichtet Sonya Dumanis, PhD, stellvertretende Direktorin der Initiative Aligning Science Across Parkinson’s (ASAP), zu der GP2 gehört. „Die Jahrestagung hat dies noch verstärkt, indem sie einen Ort bot, an dem man sich persönlich kennenlernen, Erfolge feiern und Strategien für zukünftige Fortschritte schmieden konnte.“

Hier berichten wir über einige Höhepunkte des Treffens und die Teilnehmenden:

  • Ausbildung zukünftiger Genetiker*innen und klinischer Forscher*innen: Ein Höhepunkt der Tagung war für viele, von einer neuen Generation von Parkinson-Forscher*innen zu hören, die ihre Forschung in den Dienst von unterrepräsentierten Populationen stellen. GP2 unterstützt die Ausbildung von vier Doktorand*innen in der Genetikforschung und sieben Masterstudent*innen in klinischer Neurologie, Datenwissenschaft und Bioinformatik in Afrika, Ostasien und Südamerika.

„Mit GP2 hat meine Karriere abgehoben. Es ist, als hätte man noch eine zweite Uni“, meint Paula Saffie Awad, die in Chile lebt und in Neurologie praktiziert, während sie virtuell bei einem Team in Brasilien ihre PhD-Ausbildung absolviert. „Ich habe viel gelernt. Und die Möglichkeit, die Menschen zu treffen, mit denen ich jede Woche zusammenarbeite, die ich aber noch nie persönlich gesehen habe. Das ist wirklich stark. Ich fühle da so viel Rückhalt.“

GP2 möchte zusätzlich zu den bereits bestehenden Bemühungen weitere Ausbildungsmöglichkeiten anbieten. Die kostenlosen Online-Kurse wurden mehr als 670 Mal absolviert, und ein Netzwerk von über 115 Trainees aus allen GP2-Programmen trifft sich regelmäßig, um Projekte und Fortschritte zu besprechen.

  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Unterrepräsentierten Populationen Ziel von GP2 ist es, die genetische Architektur der Parkinson-Population zu erforschen, wobei der Schwerpunkt auf unterrepräsentierten Populationen (URP) liegt. Die URP-Arbeitsgruppe veröffentlichte im August einen Sachstandsbericht für diesen Bereich.

Auf der Sitzung berichtete die URP-Arbeitsgruppe über viele positive Schritte (z.B. Kohortenbildung, Veröffentlichungen, Zusammenarbeit), erörterte aber auch die anhaltenden Herausforderungen für ihre Arbeit. Die unterschiedlichen Regionen, Sprachen und Zugangsmöglichkeiten zur Behandlung/Forschung erfordern einen umfassenden und maßgeschneiderten Ansatz. Es braucht Aus-/Weiterbildungen und Finanzmittel, um Fähigkeiten nicht nur im Bereich der Datenanalyse, sondern auch im Bereich der Forschung, der Probensammlung, der Lagerung usw. zu vermitteln. Es wurde auch darüber diskutiert, wie man Randgruppen in die Forschung einbeziehen kann, etwa durch den Austausch genetischer Resultate sowie im Hinblick auf fehlende genetische Beratungsinfrastruktur auch Gespräche darüber, was diese Resultate bedeuten könnten. Dies sind Bedürfnisse und Möglichkeiten, die bei GP2 weiterhin ausgelotet werden und auf die weiter hingearbeitet wird.

Die Zahl der Kooperationen, Erkenntnisse und Strategien, die auf der GP2-Jahrestagung vorgestellt wurden, ist inspirierend. Dieses Programm erstellt eine Blaupause dafür, wie globale Forschung betrieben werden sollte. Seine Auswirkungen sind in seiner kurzen Geschichte bereits deutlich spürbar und werden – belebt durch Diskussionen wie die in Madrid – exponentiell zunehmen.

„Offene Wissenschaft existiert bei GP2 nicht nur in der Theorie“, sagt Paula Saffie Awad. „Bei dem Treffen war in der Praxis zu erfahren, dass es um offene Wissenschaft und offene Menschen geht.“

Wenn Sie mehr über GP2 erfahren möchten oder eine Kohorte haben, die Sie bei GP2 einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: [email protected].