Ausbildung

GP2 hat sich zum Ziel gesetzt, eine globale Forschungsgemeinschaft aufzubauen, die über die notwendigen Instrumente und Infrastrukturen verfügt, um aufkommendem Forschungsbedarf und neuen Fragestellungen gerecht zu werden. Das Ziel von GP2 besteht nicht nur darin, unser Verständnis von der Rolle der Genetik bei der Parkinson-Krankheit in verschiedenen Populationen der Weltbevölkerung zu verbessern, sondern auch, dieses Verständnis auf lokaler Ebene nutzbar zu machen. Die Arbeitsgruppe „Training and Networking“ (Ausbildung und Vernetzung) wurde mit dieser Vision im Hinterkopf ins Leben gerufen und hat seit ihrer Gründung verschiedene Ressourcen und Möglichkeiten für die Unterstützung von Forschenden in aller Welt entwickelt.

GP2-Trainee-Netzwerk
Das globale Trainee-Netzwerk von GP2 zählt derzeit über 245 aktive Mitglieder, die zur Teilnahme an verschiedenen Ausbildungsangeboten eingeladen sind. Das Netzwerk trifft sich einmal im Monat virtuell in einer entspannten und kooperativen Atmosphäre, um Ausbildungsbedarf zu ermitteln, einen Ideenaustausch zu pflegen und Beziehungen innerhalb der gesamten Forschungsgemeinschaft aufzubauen.
Trainee-Beauftragte
Zehn Trainee-Beauftragte aus Afrika, Asien, Australien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika bieten für Trainees mit Interesse an GP2-Möglichkeiten entsprechende Beratung und Unterstützung. Außerdem fungieren sie als Bindeglied zwischen den GP2-Kernmitgliedern und der Trainee-Gemeinschaft und leiten regionale Treffen des Trainee-Netzwerks, bei denen der spezifische Ausbildungsbedarf und die Prioritäten der jeweiligen Region im Mittelpunkt stehen.
GP2-Trainee-Projekte
Das GP2-Trainee-Netzwerk unterstützt Nachwuchswissenschaftler*innen durch die Bereitstellung von Forschungsmöglichkeiten unter der Betreuung von designierten Mentor*innen.

Ausbildungsworkshops, Hackathons und regionale Ausbildungsinitiativen

Diese GP2-Ausbildungsinitiativen stehen Forschenden und Kliniker*innen aller Expertise- und Karrierestufen offen. Sie bieten Möglichkeiten für die Entwicklung von Kompetenzen in der Datenanalyse und fördern gleichzeitig die Kooperationsforschung. Das Ausbildungsprogramm umfasst Bioinformatik-Workshops, die praktische Erfahrung mit den GP2-Daten, Analyse-Pipelines und Tools vermitteln, sowie regionale Ausbildungsinitiativen, die lokal relevante Schulungen anbieten, kollegiales Peer-Lernen fördern und die regionalen Forschungskapazitäten stärken. Mehr erfahren auf unserem Blog

 

GP2-Lernplattform

Mit dieser kostenlosen Online-Lernplattform werden GP2‑Ausbildungsmaterialien für Lernende weltweit zugänglich gemacht. Die Kurse behandeln wichtige Themen wie die Genetik der Parkinson-Krankheit, die Übermittlung genetischer Befunde und auch Bioinformatik für Anfänger und Fortgeschrittene. Hierbei wird der Einsatz von genetischen und klinischen Daten von GP2 und AMP® PD wie auch der Umgang mit den Plattformen Terra und Verily Workbench vermittelt. Die Kurse umfassen theoretische und praktische interaktive Demonstrationen, Evaluierungen in Quizform und Lektüreempfehlungen. Die Kurse sind mit Untertiteln in bis zu 100 Sprachen verfügbar und können somit eine aktive weltweite Teilnahme fördern und Sprachbarrieren überwinden. GP2-Lernplattform

 

 

E-Learning-Mikroprogramm

Das E-Learning-Mikroprogramm steht allen Interessierten auf der GP2-Lernplattform und dem YouTube-Kanal von ASAP zur Verfügung. Blättern Sie durch die Liste der von GP2 entwickelten virtuellen Ausbildungskurse mit ihren 5-minütigen Videos, die komplexe Themen der Parkinson-Genetik vereinfacht vermitteln und ein schnelles, zielgerichtetes Lernen ermöglichen. YouTube-Kanal von ASAP

 

Mein Sabbatical am Mata Lab an der Cleveland Clinic war eine fantastische Erfahrung. Ich habe wertvolle Forschungskompetenzen erworben und neue Perspektiven gewonnen, die einen wesentlichen Beitrag zu meiner Doktorarbeit geleistet haben. Es war eine tolle Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit einem talentierten und hilfsbereiten Team.

Kathryn Step, GP2-finanzierte Doktorandin und GP2-Trainee-Beauftragte für Afrika

Programm für Sabbaticals und Gastwissenschaftler*innen

Der Austausch von Fachwissen zwischen den Standorten ist für den Aufbau lokaler Kapazitäten von entscheidender Bedeutung. Diesem Ziel dienen auch die GP2-Programme für Sabbaticals und Gastwissenschaftler*innen, denn sie stärken die lokalen Forschungskapazitäten und helfen, Wissen und Kompetenzen im Bereich der Parkinson-Genetik auszubauen. Das Sabbatical-Programm richtet sich an Mitglieder des GP2-Trainee-Netzwerks. Diese können sich um Förderung für ein bis zu sechsmonatiges Sabbatical an einem GP2-Standort bewerben. Im Rahmen des Programms für Gastwissenschaftler*innen können Forschende und Kliniker*innen im GP2-Netzwerk entweder eine Gastinstitution besuchen oder selbst für bis zu vier Wochen als Gastgeber*innen fungieren.

 

Master- und PhD-Programme

Wir sind der Überzeugung, dass wir nicht umhin können, Ausbildungsmöglichkeiten für Master- und Promotionsstudierende in unterrepräsentierten Regionen zu schaffen, wenn wir unsere Reichweite vergrößern und Forschungskapazitäten dort aufbauen wollen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Bislang hat die Arbeitsgruppe „Training and Networking“ (Ausbildung und Vernetzung) 20 Promotions- und 11-Masterstudierende in Asien, Afrika, Australien, Lateinamerika und Osteuropa gefördert. Blogbeiträge anzeigen